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„Aufwachsen in Europe – Crescere in Europa“
Eine Kurzinformation zum Schulprogramm der Finow-Grundschule (SESB)

Das neue Berliner Schulgesetz gibt Schulen mehr Freiraum bei der Gestaltung von Unterricht und Betreuung. Wie dieser Freiraum genutzt wird, entscheiden Schulleitung, Lehrer- und Erzieherinnen sowie Eltern in der Schulkonferenz. Das Ergebnis wird im „Schulprogramm“ festgehalten.

Die Schulkonferenz der Finow-Grundschule (SESB) hat nun im Juni auf Vorschlag der Gesamtkonferenz der Lehrkräfte ein erstes Schulprogramm verabschiedet. Es legt vor allem Ziele für Entwicklung und Schulerlebnis unsere Schüler und Kinder fest sowie Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele im Schulalltag. Diese Kurzinformation enthält Kernpunkte des Schulprogramms. Die Volltext-Fassung ist hier als PDF-Dokument abrufbar.

Das Leitbild der Finow-Grundschule (SESB) fasst unsere Ziele zusammen:

F

wie
FÜREINANDER, VONEINANDER, MITEINANDER - Wir legen Wert auf ein angenehmes tägliches Miteinander. Dazu gehören: Respekt, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit. Es gilt das Leitmotiv: Miteinander leben – voneinander lernen.

I

wie
ITALIENISCH-DEUTSCH - Wir vermitteln insbesondere das italienische und deutsche Kulturgut, aber auch die anderen Kulturen unserer Schülerinnen und Schüler. Im Schulalltag lernen die Kinder den Menschen anderer Herkunft und Weltanschauung vorurteilsfrei zu begegnen.

N

wie
NATURVERBUNDEN - Wir fördern ein gesundes Leben. Ökologie, gesunde Ernährung und viel Bewegung sind wichtige Bestandteile unseres Schulalltags.

O

wie
OFFENHEIT und ORGANISATION - Gemeinsam mit den Eltern tragen wir Verantwortung für das Wohl und die Bildung der uns anvertrauten Kinder. Indem wir offen und vertrauensvoll zusammenarbeiten, finden wir gemeinsame Ziele und verwirklichen sie.

W

wie
WISSEN und LERNEN - Wir fördern die individuellen Begabungen und Talente, Neugier und Wissensdurst unserer Schüler. Durch Methodenvielfalt und Kreativität ermöglichen wir den Kindern gemeinsam und selbständig das Wissen und Fähigkeiten zu erwerben.


Maßnahmen zur Unterrichtsgestaltung

Im Unterricht wird die Erfahrungswelt der Kinder als Ausgangspunkt genommen, um Handlungskompetenz für ihre Lebenspraxis zu gewinnen. Lerninhalte werden sinnlich erfahrbar gemacht. Emotionen werden lernunterstützend angesprochen und didaktisch genutzt. Im Unterricht werden die unterschiedlichen Kenntnisstände und Lernfähigkeiten von Kindern durch Binnendifferenzierung bei Lerninhalten und –anforderungen berücksichtigt.

Unser Unterricht sucht echten Dialog zwischen Lehrern und Kindern sowie zu einem relevanten Anteil Wissensvermittlung von Kind zu Kind. Dies erfolgt im Klassenplenum und in Gruppen- und Partnerarbeit, damit Kinder mit einem relevanten Redeanteil beteiligt sind.

Bei uns bewährte und gewünschte Lehr- und Lernformen sind Wochenplanarbeit, Freiarbeit und Lernen an Stationen. Im Unterricht werden regelmäßig Bewegungsphasen integriert. Die Kinder aller Klassenstufen lernen, Meinungen zu verstehen, zu bewerten und selbst zu vertreten. Grundregeln effektiver Gruppenarbeit und Kommunikation werden von Anfang an eingeübt.

Durch alle Fächer zieht sich der Entwicklungsschwerpunkt Lese- und Sprechkompetenz. Die Erfassung, sinnvolle Verarbeitung und prägnante Wiedergabe von Wissen und Meinungen im schriftlichen und mündlichen Dialog mit anderen wird eine der Kernkompetenzen in einer von Globalisierung und neuen Medien geprägten Welt sein.

In den Fachkonferenzen tauschen sich Lehrerinnen im Sinne einer klassenübergreifenden Best Practice Transfer systematisch aus, wie sie diese Maßnahmen im jeweiligen Fach umsetzen. Die Ergebnisse werden für Evaluation und weitergehenden Transfer in einfacher Form dokumentiert.

Lehrer- und Erzieherinnen stellen an Elternabenden ohnehin in groben Zügen vor, wie sie Unterricht und Betreuung in den nächsten Monaten inhaltlich und didaktisch gestalten wollen. Dabei zeigen sie, wie Maßnahmen und Entwicklungsschwerpunkt des Schulprogramms realisiert werden und wie Eltern hierzu beitragen können. Anregungen der Eltern dazu sind willkommen.



Schule ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit

Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Schulbeteiligten (Lehrer- und Erzieherinnen, Kinder und Eltern). Diese Zusammenarbeit wird in jeder Klasse mit den folgenden „Begegnungen“ unterstützt:

Start-in-das Schuljahr - Rechtzeitig zum Beginn eines Schuljahres machen Lehrer- und Erzieherinnen, Kinder sowie Eltern gemeinsam „ihren“ Klassenraum für das neue Schuljahr „startklar“, als Auftakt für eine gute Zusammenarbeit im bevorstehenden Schuljahr.

Ziele und Feedback - Beim ersten Elternabend des Schuljahres holen die Lehrer- und Erzieherinnen sowie die Eltern einer Klasse gegenseitig ihre Erwartungen ein - u. a. zu Lernzielen und Lehrmethoden, zur persönlichen Entwicklung der Kinder sowie zur Zusammenarbeit mit Eltern. Am letzten Elternabend des Schuljahres geben sich die Lehrer- und Erzieherinnen sowie die Eltern ausgewogen und konstruktiv Feedback, was gegenüber ihren Erwartungen im Verlauf des Schuljahres jeweils gut war und was verbesserbar war. Erwartungen und Feedback hierzu werden von der Klassenlehrerin und einem Elternvertreter jeweils zeitnah und knapp dokumentiert.

Start in den Tag - Es werden bevorzugt Unterrichtsstunden mit den Klassenlehrerinnen in den ersten gemeinsamen Block des Tages gelegt. Mit von Klasse 1-6 abnehmender Häufigkeit werden in diesem Block die ersten ca. 15 Minuten für die Einstimmung auf den Schultag eingesetzt, z.B. mit Wochenendfazit, Entspannungsspiel, Ausblick auf den Schultag.

Themenwahl mit Kindern - In geeigneten Abständen holen die Lehrerinnen von den Kindern einer Klasse Themenvorschläge für den Unterricht ein, wählen 1-2 daraus aus und bauen sie in den Unterricht der nächsten Monate in sinnvoller Form und Umfang ein.

Eltern-in-der-Schule – Lehrer- und Erzieherinnen nutzen systematisch die Zeit und Erfahrung von Eltern, um Unterricht und Betreuung zu bereichern. Dies wird unterstützt, indem jeweils zu Anfang des Schuljahres eine im ersten Elternabend festzulegende Person (Eltern, Lehrerin) erhebt, welche Eltern welche Kenntnisse, Kontakte und Zeit einbringen können.

Ende-des-Schuljahres – Zum Ende des Schuljahres wird eine Abschlussveranstaltung durchgeführt, die das Gemeinschaftsgefühl stärkt und das gemeinsam Erreichte und Geleistete würdigt.


Wie können Sie zum Erfolg beitragen ?

Alle Schulbeteiligten sind herzlich eingeladen, sich bei der Umsetzung dieses ersten Schulprogramms der Finow-Grundschule (SESB) mit Ideen, Zeit und Humor zu engagieren. Vorschläge und Fragen zum Schulprogramm können Eltern über ihre Elternvertreter, Lehrer über ihre Fachkonferenz-Leiter und andere Mitarbeiter über ihre jeweiligen Vorgesetzten einbringen. Anhand der Erfahrungen in diesem ersten Jahr wird die Schulkonferenz das Programm dann weiter entwickeln.


Das Schulprogramm als PDF-Dokument